Rezepte im Gepäck - Kochen mit Flüchtlingen

 

Im Mai 2014 kamen die ersten Flüchtlinge nach Mengen. Bald lebten in der Gemeinschaftsunterkunft über 50 Menschen, überwiegend junge Männer aus Eritrea, Gambia, Syrien und Nigeria.

Bereits im Vorfeld hatte die evangelische Pfarrerin Ines Fischer den Arbeitskreis Asyl Mengen gegründet, dessen Mitglieder sich über alle Konfessionen hinweg sehr engagiert und herzlich um die Ankömmlinge kümmerten. Eine große Helfergruppe bildeten die Sprachpaten. Im wöchentlichen Treffpunkt "Asylcafe" lernten die Flüchtlinge die ersten deutschen Worte für Lebensmittel. Der Besuch des vom Asylkreis organisierten Deutschunterrichts ermöglichte Unterhaltung und Austausch über Sitten, Bräuche und Essgewohnheiten. Davon haben die Flüchtlinge gerne und stets mit Begeisterung berichtet. Schon für das erste Begegnungsfest im Jahr 2014 haben sie Gerichte aus ihrem Heimatland gekocht und ... die Besucher waren begeistert!

Daraus entstand die Idee, die Gerichte zum Nachkochen in einem Kochbuch festzuhalten. Die Rezepte sollten mit den uns bekannten Zutaten leicht nachzuvollziehen sein, jedoch so authentisch wie möglich schmecken.

 

Das Ergebnis ist das Kochbuch "Rezepte im Gepäck".

Beim Begegnungsfest im September 2017 wurde das Kochbuch der Öffentlichkeit vorgestellt. Die Resonanz war überwältigend, so dass inzwischen keine Exemplare mehr vorhanden sind.

 

Die Softcover-Version kostete 8 Euro, die Hardcover-Version 12 Euro.


Das Kochbuch ist inzwischen ausverkauft – eine Neuauflage ist zurzeit nicht vorgesehen.

 

Als Nachgeschmack möchten wir hier drei Rezept-Beispiele aus dem Kochbuch veröffentlichen:

 

Aus Syrien die Süßspeise „Halauit al Tschiben“ – Süßer Käse - und aus Eritrea das traditionell Fladenbrot „Injera“ und das landestypische Gericht „Zignih“.

 

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Halauit al Tschiben.pdf
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